Klima Energie Fonds

Bildquelle: Klima- und Energiefonds

DREI FRAGEN AN...

DIin Theresia Vogel und DI Ingmar Höbarth
Geschäftsführung des Klima- und Energiefonds

Europaweit und international hat Österreich bezüglich Umwelttechnologien Spitzenpositionen erreicht. Wo genau orten Sie diese?

Vogel: Sicher im Bereich der Energieforschung. Im internationalen Vergleich liegt Österreich hier im vorderen Feld. Die weitere konsequente Unterstützung von Forschung und Entwicklung bis hin zur Forcierung der Markteinführung von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen bedingt eine Überführung von technologischen Neuerungen in den österreichischen Lebensalltag und eine langfristige Sicherung des Wirtschafts- und Technologiestandortes.

Höbarth: Im Bereich der E-Mobilität werden neue Mobilitätssysteme in Verbindung mit neuesten Technologien, Produkten und innovativen Geschäftsmodellen in den Modellregionen der E-Mobilität getestet. Flaggschiff ist die „Vlotte" – breit aufgestellt, stark in der Umsetzung und innovativ im Einsatz. Ziel ist die erfolgreiche Vorbereitung und die zufriedenstellende Masseneinführung der E-Mobilität. Hier fungiert Österreich europaweit als Vorbild.

Die Vision von „Zero Emission Austria" - welche Rolle spielt hier der Klima- und Energiefonds?

Höbarth: Diese Vision haben wir im Vorjahr erstmals formuliert. Seit Beginn seiner Aktivitäten im Jahr 2008 hat der Klima- und Energiefonds bereits rund 35.000 Projekte für den Klimaschutz und eine nachhaltige Energiezukunft mit circa 600 Millionen Euro gefördert. Wir wissen, dass diese Maßnahmen allein nicht ausreichen, um die Klimaziele 2020 zu erreichen. Sie sind jedoch zentrale Bausteine für dieses neue Österreich, das wir aktiv mitgestalten, und sie sind ein starkes Signal der heimischen Klima- und Energiepolitik, bei der wir eine starke und aktive Rolle spielen.

Welche Schwerpunkte setzt der Klima- und Energiefonds um dieses Ziel einer Zukunft ohne Treibhausgasemissionen zu erreichen?

Vogel: Unser Hebel ist zum Einen die Forcierung der Energie- und Mobilitätsforschung, wo Österreich bereits heute im internationalen Spitzenfeld rangiert. Neue Energie- und Mobilitätstechnologien sehen wir als Schlüssel für eine nachhaltige und wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft. Erst durch die konsequente Entwicklung und den Einsatz neuer Technologien wird „Zero Emission Austria" möglich sein. Sie sind unsere Antwort auf die Herausforderung, die verkehrsbedingten Emissionen bis 2050 um 60 Prozent zu reduzieren.

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie